Programm – China-Institut Frankfurt

Konzept China Wissen

Eine Vortragsreihe des China-Instituts
an der Universität Frankfurt
2019

Die dynamische wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung Chinas seit Begin des neuen Jahrtausends hat die Beschäftigung mit China als Staat, Wirtschaftsmacht und Kultur mit langer Geschichte zu einem der zentralen Themen der globalen Gesellschaft gemacht. Wissen über China ist für unser Verständnis der gegenwärtigen und künftigen Entwicklung der Welt unverzichtbar. China ist uns heute näher als je zuvor. Seit in den Medien Berichte zu allen Aspekten der chinesischen Entwicklung an der Tagesordnung sind, hat China den Status des exotisch Anderen verlohren. Dennoch bleibt uns China häufig seltsam Fremd. In manchen Bereichen erscheint es erschreckend eindimensional, in anderen Bereichen so facettenreich, daß eine unabhängige und informierte Meinungsbildung nahezu unmöglich scheint. Hier will die Veranstaltungsreihe China Wissen Abhilfe schaffen. China-Wissenschaftler und Praktiker halten auf Einladung des China-Instituts Vorträge zu aktuellen Themen und zu Problembereichen, die sich auf Kernfragen der chinesischen Identität beziehen. Ihre Tragweite beziehen diese Identitätsvorstellungen aus der Bedeutung , der Geschichte und Tradition im heutigen China beigemessen werden. Geschichte, Gegenwart und Zukunft verschmelzen miteinander. Eine kritische differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Schichten aus denen sich unser Chinabild und vor allem das chinesische Selbstbild zusammensetzen, ist für jeden, der sich aus beruflichen oder privaten Interesse mit China beschäftigt, unverzichtbar.
Januar

Mehrsprachigkeit in „Greater China“: Zwischen Diversität und Planung

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino, Raum Cas. 1.802
24. Januar 2019 | Donnerstag | Zeit: 06:00 pm

Prof. Dr. Henning Klöter (Humboldt-Universität zu Berlin) wird zum Thema „Mehrsprachigkeit in „Greater China“: Zwischen Diversität und Planung“ vortragen.

Die als „Greater China“ (VR China, Hongkong, Macao, Singapur, Taiwan) bekannte Region ist Heimat von zahlreichen Sprachen und Dialekten. In der VR China ist das Modeme Hochchinesisch (putonghua) Standardsprache. Auch die chinesischsprachigen Länder und Regionen außerhalb der Grenzen der Volksrepublik China sind von sprachlicher Diversität geprägt. Während in Hongkong die Regionalsprache Kantonesisch dominiert, setzen die Regierungen Taiwans und Singapurs ebenfalls auf die Verbreitung des Modemen Hochchinesisch. Nach einem allgemeinen Einblick in die Sprachsituationen in „Greater China“ soll im Vortrag verschiedenen Fragen nachgegangen werden: Inwiefern ist die Verwendung von Sprachen im Alltag das Ergebnis von Sprachplanung? Was sind die Ziele von Sprachplanung? Welche Maßnahmen wurden zum Erreichen dieser Ziele ergriffen? Wie wirkt sich die Verbreitung einer Standardsprache auf den Fortbestand sprachlicher Diversität aus?

Henning Klöter ist Professor für Neuere Sprachen und Literaturen Chinas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Publikationen gehören Written Taiwanese (2005) und The Language of the Sangleys: A Chinese Vernacular in Missionary Sources of the Seventeenth Century (2011).

Zeit: Donnerstag, 24.01.2019, 18:00 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino, Raum Cas. 1.802
Unkostenbeitrag: 10 EUR, Studierende: 3 EUR, kostenfrei für Mitglieder des China-Instituts
Anmeldung: china-institut(at)em.uni-frankfurt.de

Flyer