Programm – China-Institut Frankfurt

Konzept China Wissen

Eine Vortragsreihe des China-Instituts
an der Universität Frankfurt
2017

Die dynamische wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung Chinas seit Begin des neuen Jahrtausends hat die Beschäftigung mit China als Staat, Wirtschaftsmacht und Kultur mit langer Geschichte zu einem der zentralen Themen der globalen Gesellschaft gemacht. Wissen über China ist für unser Verständnis der gegenwärtigen und künftigen Entwicklung der Welt unverzichtbar. China ist uns heute näher als je zuvor. Seit in den Medien Berichte zu allen Aspekten der chinesischen Entwicklung an der Tagesordnung sind, hat China den Status des exotisch Anderen verlohren. Dennoch bleibt uns China häufig seltsam Fremd. In manchen Bereichen erscheint es erschreckend eindimensional, in anderen Bereichen so facettenreich, daß eine unabhängige und informierte Meinungsbildung nahezu unmöglich scheint. Hier will die Veranstaltungsreihe China Wissen Abhilfe schaffen. China-Wissenschaftler und Praktiker halten auf Einladung des China-Instituts Vorträge zu aktuellen Themen und zu Problembereichen, die sich auf Kernfragen der chinesischen Identität beziehen. Ihre Tragweite beziehen diese Identitätsvorstellungen aus der Bedeutung , der Geschichte und Tradition im heutigen China beigemessen werden. Geschichte, Gegenwart und Zukunft verschmelzen miteinander. Eine kritische differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Schichten aus denen sich unser Chinabild und vor allem das chinesische Selbstbild zusammensetzen, ist für jeden, der sich aus beruflichen oder privaten Interesse mit China beschäftigt, unverzichtbar.
Juni

Kriegsrecht – Neue Literatur aus Taiwan

Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum Cas 1.802
22. Juni 2017 | Donnerstag | Zeit: 06:00 pm

Lesung und Gespräch mit dem Übersetzer Dr. Thilo Diefenbach (Übersetzer, Ständiger Mitarbeiter „Hefte für Ostasiatische Literatur“, Redakteur Zeitschrift ASIEN), Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh (Repräsentant von Taiwan, Berlin) und Mirjam Tröster (Sinologin, Frankfurt am Main).

Taiwan – eine kleine Insel am Rande des Pazifiks mit einer Geschichte, die ebenso kompliziert ist wie ihre heutige außenpolitische Lage. Trotz aller Widrigkeiten hat sich das Land in den vergangenen Jahrzehnten zu einer stabilen, lebendigen Demokratie entwickelt. Eine wichtige Voraussetzung dafür war die Aufhebung des 38 Jahre währenden Kriegsrechts im Juli 1987, die auch kulturell eine Zeitenwende darstellte.

Das Buch „Kriegsrecht. Neue Literatur aus Taiwan“ bietet nicht nur einen Einblick in die Literatur der Kriegsrechts- und Umbruchphase, sondern präsentiert auch Erzählungen und Essays aus jüngster Zeit. Es zeigt auch, wie sich Politik und Gesellschaft Taiwans in der Literatur des Landes widerspiegeln.

Zum Übersetzer:
Thilo Diefenbach ist Übersetzer, lebt in Berlin und ist Ständiger Mitarbeiter der „Hefte für Ostasiatische Literatur“ sowie Redakteur bei der Zeitschrift ASIEN.

Zeit: Donnerstag, 22.06.2017, 18:00 Uhr
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum Cas 1.802
Unkostenbeitrag
: 10 Euro; Studierende: 3 Euro; kostenfrei für Mitglieder des China-Instituts
Anmeldung:
m.troester(at)em.uni-frankfurt.de

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In Zusammenarbeit mit dem
Freundeskreis Hessen-Taiwan e.V.
Mai

Was ist aus der ‚Hälfte des Himmels‘ geworden? Frauen im sozialistischen und postsozialistischen China

Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum Cas 1.812
29. Mai 2017 | Montag | Zeit: 06:00 pm

Frau Prof. Dr. Nicola Spakowski (Professorin für Sinologie an der Universität Freiburg) wird zum Thema „Was ist aus der ‚Hälfte des Himmels‘ geworden? Frauen im sozialistischen und postsozialistischen China“ vortragen.

Mao Zedong traute den Frauen Chinas zu, „die Hälfte des Himmels“ zu tragen. Im heutigen China werden Frauen hingegen vielfach in die Rolle von Ehefrau und Mutter zurückgedrängt. Wie ist der Wandel von einem emanzipatorischen zu einem konservativen Frauenbild zu erklären? Welchen Status in Gesellschaft und Familie hatten Frauen im maoistischen China und heute? Und wie stellen sich chinesische Feministinnen zu alten und neuen gesellschaftlichen Wirklichkeiten?

Nicola Spakowski ist Professorin für Sinologie an der Universität Freiburg und befasst sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte Chinas im 20. und 21. Jahrhundert.

Zeit: Montag, 29.05.2017, 18:00 Uhr
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum Cas 1.812
Unkostenbeitrag
: 10 Euro; Studierende: 3 Euro; kostenfrei für Mitglieder des China-Instituts
Anmeldung:
m.troester(at)em.uni-frankfurt.de

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Mai

Die Seidenstraßeninitiative: Was passiert, wenn China sein Wirtschaftsmodell exportiert?

IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
4. Mai 2017 | Donnerstag | Zeit: 06:00 pm

Frau Prof. Dr. Doris Fischer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) wird zum Thema „Die Seidenstraßeninitiative: Was passiert, wenn China sein Wirtschaftsmodell exportiert?“ vortragen.

Die 2013 ins Leben gerufene Seidenstraßeninitiative ist ein weltweit einmaliges außenwirtschaftspolitisches Programm. Von der chinesischen Regierung wird sie als Einladung an das Ausland propagiert, mit China zusammen Infrastrukturprojekte zu realisieren, von seiner erfolgreichen Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte zu lernen und von der finanziellen Unterstützung durch China zu profitieren. Der Vortrag widmet sich der Frage, welche wirtschaftspolitische Logik hinter dem Programm steht und welche Konsequenzen für die bilaterale Zusammenarbeit mit China und für die globale Wirtschaftsordnung zu erwarten sind.

Frau Prof. Dr. Doris Fischer ist seit 2012 Professorin für „China Business and Economics“ an der Universität Würzburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Anreizstrukturen für ökonomische Akteure im Kontext der Wirtschaftspolitik Chinas mit aktuellen Schwerpunkten in den Bereichen Innovationssysteme und ökologische Nachhaltigkeit sowie wachsende Schwellenländer.

Zeit: Donnerstag, 04.05.2017, 18:00 Uhr
Ort:
  IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Unkostenbeitrag
: 10 Euro; Studierende: 3 Euro; kostenfrei für Mitglieder des China-Instituts
Anmeldung:
m.troester(at)em.uni-frankfurt.de

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Mit freundlicher Unterstützung der IHK
Januar

Von der Kunst, Kurs zu halten – Taiwan ein Jahr nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom Januar 2016

Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum Cas 1.802
30. Januar 2017 | Montag | Zeit: 06:00 pm

Prof. Dr. Gunter Schubert (Professor für Greater China Studies, Gründer und Direktor des European Research Center on Contemporary Taiwan (ERCCT), Eberhard Karls Universität Tübingen) wird zum Thema „Von der Kunst, Kurs zu halten – Taiwan ein Jahr nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom Januar 2016“ vortragen.

Ein Jahr ist es her, dass die Demokratische Fortschrittspartei (DFP) einen grandiosen Wahlsieg erzielte und so seit Mai zum dritten Mal das Amt des Präsidenten der Republik China hält. Gleichzeitig gewann die DFP das erste Mal eine absolute Mehrheit im taiwanischen Parlament. Ungeachtet aller gegenteiligen Prognosen ist die innenpolitische Lage bisher stabil, während die Beziehungen zur VR China zwar eingefroren wurden, jedoch keineswegs erodierten. Der Vortrag zieht eine innenpolitische Bilanz der ersten acht Monate der neuen DFP-Administration unter Tsai Ing-wen und beschäftigt sich mit möglichen Veränderungen in der sicherheitspolitischen Architektur in Greater China und Ostasien nach dem Regierungswechsel in den USA mit Donald Trump als neuem U.S.-Präsidenten.

Gunter Schubert ist Professor für Greater China Studies sowie Gründer und Direktor des European Research Center on Contemporary Taiwan (ERCCT) an der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf local governance-Reformen und lokaler Politikimplementierung, der Entwicklung der Beziehungen zwischen Staat und Privatunternehmertum sowie der Frage der Legitimität politischer Herrschaft in der VR China. Zudem beschäftigt er sich mit Fragen der politischen Ökonomie der sino-taiwanischen Beziehungen sowie mit der taiwanischen Parteipolitik.

Zeit: Montag, 30.01.2017, 18:00 Uhr
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum Cas 1.802
Unkostenbeitrag
: 10 Euro; Studierende: 3 Euro; kostenfrei für Mitglieder des China-Instituts
Anmeldung:
m.troester(at)em.uni-frankfurt.de

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