Programm – China-Institut Frankfurt

Konzept China Wissen

Eine Vortragsreihe des China-Instituts
an der Universität Frankfurt
2011

Die dynamische wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung Chinas seit Begin des neuen Jahrtausends hat die Beschäftigung mit China als Staat, Wirtschaftsmacht und Kultur mit langer Geschichte zu einem der zentralen Themen der globalen Gesellschaft gemacht. Wissen über China ist für unser Verständnis der gegenwärtigen und künftigen Entwicklung der Welt unverzichtbar. China ist uns heute näher als je zuvor. Seit in den Medien Berichte zu allen Aspekten der chinesischen Entwicklung an der Tagesordnung sind, hat China den Status des exotisch Anderen verlohren. Dennoch bleibt uns China häufig seltsam Fremd. In manchen Bereichen erscheint es erschreckend eindimensional, in anderen Bereichen so facettenreich, daß eine unabhängige und informierte Meinungsbildung nahezu unmöglich scheint. Hier will die Veranstaltungsreihe China Wissen Abhilfe schaffen. China-Wissenschaftler und Praktiker halten auf Einladung des China-Instituts Vorträge zu aktuellen Themen und zu Problembereichen, die sich auf Kernfragen der chinesischen Identität beziehen. Ihre Tragweite beziehen diese Identitätsvorstellungen aus der Bedeutung , der Geschichte und Tradition im heutigen China beigemessen werden. Geschichte, Gegenwart und Zukunft verschmelzen miteinander. Eine kritische differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Schichten aus denen sich unser Chinabild und vor allem das chinesische Selbstbild zusammensetzen, ist für jeden, der sich aus beruflichen oder privaten Interesse mit China beschäftigt, unverzichtbar.
Dezember

Wirtschaftswunder 2.0? Chinas Wirtschaft auf dem Weg vom Export- zum Binnenmartktfokus (Prof. Dr. Markus Taube Universität Duisburg-Essen)

IHK Frankfurt am Main, 60313 Frankfurt am Main , Börsenplatz 4
6. Dezember 2011 | Dienstag | Zeit: 18:00

Im Jahr 2009 löste China Deutschland als „Exportweltmeister“ ab. Chinesische Unternehmen sind aktiv auf dem Weltmarkt präsent, gleichzeitig entdeckt Chinas Wirtschaft derzeit den Heimartmarkt neu. Der Vortrag von Prof. Dr. Markus Taube analysiert diese neue Schwerpunktsetzung der chinesischen Wirtschaft. Der Volkswirt und Sinologe ist seit 2000 Professor für Ostasienwissenschaft/China am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen.

Flyer

Veranstalter: China Institut an der Goethe-Universität Frankfurt e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der

November

Chinas Entwicklungsprogramm für den Westen und seine Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft von Xinjiang (Prof. Dr. Chris Hann, Direktor des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung, Halle)

Westend Campus, Casino, Raum 1.811, Frankfurt am Main
24. November 2011 | Donnerstag | Zeit: 18:00

Der renommierte Ethnologe Prof. Dr. Chris Hann beschäftigt sich in seiner Forschung seit über zwei Jahrzehnten unter anderem mit dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Derzeit ist er federführend am Forschungsprojekt „Feudalism, Socialism and the Present Mixed Economy in Rural Eastern Xinjiang“ beteiligt, das Fragen der sozialen Sicherheit und Verwandtschaft im sozialistischen oder postsozialistischen Eurasien untersucht. Der Vortrag von Prof. Dr. Hann stellt die Auswirkungen des von Peking im Jahr 2000 initiierten Projekts zur Entwicklung Westchinas auf die in dieser Feldforschung untersuchte Region in den Mittelpunkt.

Flyer

Veranstalter: China Institut an der Goethe-Universität Frankfurt e.V.

März

Chinas Energiehunger: Herausforderung für Umwelt- und Klimaschutz (Dr. Eva Sternfeld TU Berlin)

IHK Frankfurt am Main, 60313 Frankfurt am Main , Börsenplatz 4
3. März 2011 | Donnerstag | Zeit: 18:00

In der vergangenen Dekade ist die Volksrepublik zum weltweit größten Energieverbraucher aufgestiegen. Die noch immer steigende Nachfrage stellt das Land vor große Herausforderungen, die nur durch eine grund­­­legende Umstrukturierung des Energiesektors gemeistert werden können. In dem Vortrag werden Strategien, die China zur Gewährleistung von Energiesicherheit und zum Umwelt- und Klimaschutz entwickelt, diskutiert.

Dr. Eva Sternfeld ist Leiterin der China-Arbeitsstelle an der TU Berlin. Die promovierte Sinologin leitete von 2000 bis 2008 ein dem chinesischen Umweltministerium unter­ tehendes öffentliches Informations- und Bildungs­szentrum. Sie hat umfassend zu Fragen der Umwelt und der Umwelt­ olitik in China publiziert.

Veranstalter: China Institut an der Goethe-Universität Frankfurt e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der